„Familie leben...
...mit chronischer Erkrankung oder Behinderung“
unter diesem Motto fand der Fachtag statt und der CIV NRW nahm daran teil. Marion Hölterhoff und Rolf Gödde betreuten den Infostand des CIV NRW.
Familie zu leben oder, präziser gesagt,
die Bedürfnisse aller Familienmitglieder zu vereinen, ist wie eine Jonglage mit vielen Bällen. Ist einer der Bälle eine chronische Erkrankung oder die Behinderung eines Kindes oder Elternteils, bedarf es eines hohen Maßes an Bewältigungsfähigkeiten bei gleichzeitiger erhöhter Verletzlichkeit. Passgenaue Angebote könnten zur Unterstützung der Familie beitragen, aber nicht immer sind Wege oder Möglichkeiten bekannt.
Der Fachtag „Prävention“ sollte Fachkräften und ehrenamtlich Engagierten die Vielfalt der Unterstützungsangebote in und für Lippstadt aufzeigen, Wege der Vernetzung beleuchten, aber auch ein wenig an der eigenen Haltung zum Leben mit Behinderung bzw. chronischer Erkrankung rütteln.
Die Angebotsfülle machte eine Walking Gallery sichtbar. Den Einführungsvortrag hielt Frau Prof. Dr. Dawal, Fachhochschule Südwestfalen. Im Mittelpunkt ihres Vortrags stand die Frage, was Familien mit Kindern/Elternteilen mit Behinderung und/oder chronischen Erkrankungen benötigen, um von vernetzten Angeboten zu profitieren. Am Beispiel der Frühen Hilfen beleuchtete Frau Prof. Dawal die vielschichtigen Perspektiven auf Behinderung und deren Auswirkungen auf Handlungspraktiken. Welche Bilder und Erzählungen prägen unser Denken über Behinderung und chronische Erkrankungen? Wie beeinflussen sie die interdisziplinäre Zusammenarbeit? Welche Haltung wird eingenommen?
Und wie können die Familien partizipativ und mitgestaltend eingebunden werden?
In den anschließenden Foren stand das Kennenlernen und Vernetzen der Angebote und Akteure im Mittelpunkt.
Ziel des Fachtags war es, ein Bewusstsein für die Notwendigkeit der reflektiven Gestaltung von Netzwerkstrukturen zu schaffen, die eine ganzheitliche Unterstützung von Familien gewährleistet.
