„Familie leben...
...mit chronischer Erkrankung oder Behinderung“
unter diesem Motto fand der Fachtag statt und der CIV NRW nahm daran teil. Marion Hölterhoff und Rolf Gödde betreuten den Infostand des CIV NRW.
Familie zu leben oder, präziser gesagt,
die Bedürfnisse aller Familienmitglieder zu vereinen, ist wie eine Jonglage mit vielen Bällen. Ist einer der Bälle eine chronische Erkrankung oder die Behinderung eines Kindes oder Elternteils, bedarf es eines hohen Maßes an Bewältigungsfähigkeiten bei gleichzeitiger erhöhter Verletzlichkeit. Passgenaue Angebote könnten zur Unterstützung der Familie beitragen, aber nicht immer sind Wege oder Möglichkeiten bekannt.
Einander begegnen, sich austauschen und gegenseitig unterstützen, sich gemeinsam für optimale Versorgung und Teilhabe engagieren – all das gehört zur Schwerhörigen-Selbsthilfe, deren Beginn sich 2026 zum 125. Male jährt.
Der Beginn der Schwerhörigenbewegung in Deutschland war ein Gottesdienst: Zu diesem trafen sich am 26. Mai 1901 zwölf Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie ein Pastor in der Wohnung Margarethe von Witzlebens (1853-1917) in der Tieckstraße 17 in Berlin. Drei Jahre später zählten bereits 157 Personen zum Witzleben-Kreis. Auf Initiative Margarethe von Witzlebens kamen erstmals schwerhörige und ertaubte Menschen zusammen, um die eigene, schwierige Lebenssituation selbsttätig zu verbessern – durch Teilhabe am Gottesdienst und den damit verbundenen seelischen Beistand sowie durch vielfältige gegenseitige Unterstützung im Alltag. In den Folgejahren entstanden in zahlreichen weiteren deutschen Städten örtliche Strukturen der Selbsthilfe sowie ein erster bundesweiter Verband.
Bild: 125 Jahre Schwerhörigenbewegung in Deutschland – bei den Gottesdiensten, die Margarethe von Witzleben ab 1901 initiierte, kamen erstmals schwerhörige und ertaubte Menschen zusammen, um die eigene Lebenssituation selbsttätig zu verbessern (Foto: Witzlebenstiftung)
Weiterlesen: 125 Jahre Schwerhörigenbewegung in Deutschland:
Vom 23. bis 25. September 2025 öffnete die Universitätsklinik Düsseldorf ihr Hörzentrum für ein außergewöhnliches Blockseminar: „Awareness Hörbeeinträchtigung – Alltag, Herausforderungen und Lösungen“. Die Teilnehmenden waren Studierende der Medizin, Biologie, Chemie, Psychologie und Politikwissenschaft. Das Seminar hatte zum Ziel, das Bewusstsein und Verständnis für Menschen mit Hörbeeinträchtigung und Cochlea-Implantat (CI)-Versorgung in der Gesellschaft zu fördern. Die Studierenden sollten die technischen, medizinischen und psychosozialen Aspekte von Hörbeeinträchtigungen durch CIs kennenlernen, Herausforderungen identifizieren und Handlungsstrategien zur Inklusion entwickeln.
Bild: Universitätsklinik Düsseldorf
Was seit längerer Zeit bei der Jungen Selbsthilfe des CIV NRW e.V. erfolgreich funktioniert, wollten wir einmal für alle Interessierten anbieten: einen Stammtisch, bei dem man sich in ungezwungener Atmosphäre treffen und austauschen kann.
Bild: Am "Stammtisch" Foto: Privat
Am 13.9.2025 empfingen die Vorstandsmitglieder Marion Hölterhoff und Toby Raulien über 20 Menschen mit Hörbeeinträchtigung im Restaurant „Hopfen und Salz“ in Dortmund. Zwischen vielen gab es ein freudiges Wiedersehen, aber auch Neue fanden den Weg zu unserem Stammtisch „Come together“. Es war eine bunte Mischung von Jung und Alt.
Weiterlesen: Come together – der erste Stammtisch für alle des CIV NRW e.V.
„Wir brauchen ein Gesundheitssystem, das für alle Menschen frei zugänglich ist. Zurzeit sind wir von diesem Ziel noch weit entfernt.“ Auf dem Fachtag „Zugänge zur Inklusion im Gesundheitssystem“ am 10. September 2025 auf dem Gesundheitscampus der Hochschule Bochum forderte Marion Hölterhoff, Vorsitzende des Cochlea Implantat Verbands NRW e.V. und Sprecherin der Patientenbeteiligung NRW, nach mehr als einem Jahrzehnt der Unterzeichnung der UN-Behindertenrechtskonvention durch die Bundesrepublik Deutschland endlich mehr Teilhabe für Menschen mit Behinderung in der Gesundheitsversorgung zu ermöglichen. Weiterlesen: Langer Weg zu einem inklusiven Gesundheitssystem
Die MED-EL Stipendiaten 2025 heißen Anuk Michala Gohlke (17) und Martin Sascha Commercon (20).Seit einigen Jahren vergibt MED-EL jährlich ein Stipendium für die akademische Ausbildung von jungen Hörimplantat-Träger*innen.
2025 freut sich der CIV NRW ganz besonders über das Stipendium von Anuk Gohlke. Anuk war mehrfach bei unseren Foto-Workshops, die ihre Mutter Michala Gohlke leitete dabei. „Als Initiator und Begleiter des Foto-Workshops, konnte ich Anuk schon früh kennenlernen. Sie beeindruckte mit ihrer aufgeweckten Art und half bei den Fotoexperimenten. In den Pausen und den Mahlzeiten fanden ab und an stille Gespräche mit ihrer Mutter in Gebärdensprache statt, die Anuk neben der Lautsprache perfekt beherrscht.“, erzählt Peter Hölterhoff, Vorstandsmitglied des CIV NRW. Aber nicht nur von den Foto-Workshops ist dem CIV NRW Anuk Gohlke bekannt. Anuk nahm auch seit 2016 mehrfach an der Aktion CI-Kopf mit Fotos teil. 2020 erhielt Anuk den Sonderpreis für die beste Fotoaction.
Bild: Anuk in Action, Sonderpreisbild der CI-Kopf Foto- Aktion, Foto Michala Gohlke
Deutscher Hörverband appelliert bei DHV Online-Dialog: Regionale CI-Selbsthilfe muss den Reformprozess aktiv mitgestalten!
Was bringt die Krankenhausreform für die zukünftige Versorgung mit dem Cochlea-Implantat (CI)? Worauf müssen sich CI-versorgende Einrichtungen und vor allem die CI-Träger einstellen?
Profunde Antwort gab es bei einem weiteren „DHV Online-Dialog“ des Deutschen Hörverbands e. V. (DHV), bei dem Marion Hölterhoff, Vorsitzende des Cochlea-Implantat-Verbandes Nordrhein-Westfalen (CIV NRW) informierte. In den zurückliegenden zwei Jahren diente das Bundesland NRW als Testregion für die anstehende bundesweite Reform; der CIV NRW hat unter Leitung von Marion Hölterhoff sowie gemeinsam mit der Deutschen Cochlea-Implantat-Gesellschaft (DCIG) diesen Reformprozess aufmerksam begleitet sowie maßgeblich und im Sinne der Cochlea-Implantat-Träger mitgeprägt.
Bild: Cochlea-Implantat-Versorgung und Krankenhausreform? – Marion Hölterhoff, Vorsitzende des Cochlea-Implantat-Verbandes Nordrhein-Westfalen (CIV NRW), informierte beim „DHV Online-Dialog“ (Foto: DHV)
Weiterlesen: Cochlea-Implantat-Versorgung und Krankenhausreform?
Am 18. Juli war internationaler Tag des Zuhörens. Der Tag soll zeigen, wie wichtig das Zuhören für die Gesellschaft ist. Ziel ist es, die Aufmerksamkeit auf die Bedeutung von echtem Zuhören zu lenken und das Bewusstsein für empathische Kommunikation zu stärken. Menschen weltweit werden dazu angeregt, beim Hören den Fokus ganz auf ihr Gegenüber zu richten.
Bild: Zuhören. Zwei Mitarbeiterinnen der Fa. Hesselbach im Gespräch.
In einer zunehmend reizüberfluteten Welt entstehen echte Beziehungen durch Zuhören. Eine häufig übersehene Folge von Hörverlust ist die Auswirkungen auf zwischenmenschliche Beziehungen – eine stille Krise, die Millionen betrifft. Hörverlust ist viel mehr als ein rein medizinisches Problem. Er beeinflusst unseren Alltag und unsere täglichen Beziehungen – von Ehe und Familie bis hin zu Freundschaften und Arbeitsplatz.
Die Folgen einer unbehandelten Schwerhörigkeit gehen weit über falsch verstandene oder nicht mehr geführte Gespräche hinaus. Betroffene leiden verstärkt unter
Diese Publikation zeigt nicht nur die Zukunft der modernen Hörversorgung Wie klingt die Zukunft? Für mehr als 1,5 Milliarden Menschen weltweit, die von Hörverlust betroffen sind, könnten die Antworten auf diese Frage im MED-EL Report Die Zukunft des Hörens liegen. Diese Publikation zeigt nicht nur die Zukunft der modernen Hörversorgung, sondern auch den Weg dorthin.
Zukunftstechnologien: Wie KI, Robotik in der Chirurgie, Produktinnovationen und moderne Fertigungsprozesse dieHörversorgung noch besser machen.
Globale Herausforderungen: Ungleichheiten im Gesundheitswesen überwinden, KI ethisch nutzen und Stigmatisierung durch innovative Lösungen verringern.
Einblicke und Ausblicke: Visionäre Ideen von führenden MED-EL Expert*innen für die Zukunft des Hörens
Weltweit sind immer mehr Menschen von Hörverlust betroffen. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, eröffnen bahnbrechende Fortschritte in den Bereichen Künstliche Intelligenz, chirurgische Robotik und digitale Gesundheitsversorgung völlig neue Möglichkeiten in der Hörmedizin. Der Report von MED-EL entwirft eine Zukunft, in der Herausforderungen zu Chancen werden: von Präzisionschirurgie und unsichtbaren Hörimplantaten bis hin zu digitalen Möglichkeiten, die Versorgung in unterversorgte Regionen bringen – angetrieben von menschlicher Kreativität und Innovationskraft.
Mehr als 150 Gäste feierten 25 Jahre Cochlea Implantat Verband Nordrhein-Westfalen (CIV NRW)
Ein fulminantes Jubiläumsevent gab es am Samstag, dem 21. Juni, in der Stadthalle Hagen: Der Cochlea Implantat Verband NRW (CIV NRW) feierte sein 25jähriges Gründungsjubiläum und mehr als 150 große und kleine Gäste aus NRW und dem gesamten Bundesgebiet feierten mit. Die Besucher erlebten ein hochkarätig besetztes Vortragsprogramm rund um das Cochlea-Implantat und die CI-Selbsthilfe sowie einen tollen gemeinsamen Tag.
Bild: Martin Schaarschmidt
„Seit nunmehr 25 Jahren setzt sich der Cochlea Implantat-Verband NRW mit großem ehrenamtlichem Engagement und Leidenschaft, ausgewiesener Fachkompetenz und viel Erfolg für die Belange der schwerhörigen und hörgeschädigten Menschen in Nordrhein-Westfalen ein“, so Karl-Josef Naumann,
Als Botschafter für die Gesundheitsselbsthilfe im Jahr 2025 hat der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister, Karl-Josef Laumann, die herausragende Bedeutung der Selbsthilfe für Menschen in schwierigen Lebenslagen in Nordrhein-Westfalen hervorgehoben. In einer Videobotschaft würdigte er das unermüdliche Engagement der Ehrenamtlichen, die Selbsthilfegruppen organisieren und damit eine unverzichtbare Unterstützung bieten.
„Die Selbsthilfe hat bei uns im Land einen hohen Stellenwert. Sie ist eine besonders wichtige Unterstützungsstruktur für Menschen in einer schwierigen Lebenslage. Sie bietet Unterstützung für die Betroffenen, aber auch für ihre Familien“, betont Laumann.
Deutscher Hörverband lädt zum Online-Dialog mit Jakob Stephan Baschab ein
Hörgeräte, die man ohne Facharzt und ohne Hörakustiker, ohne medizinische Diagnostik und ohne fachkundige Anpassung kauft? – Medien berichten immer wieder über sogenannte Over-the-Counter- bzw. OTC-Hörgeräte (dt. „über den Ladentisch“); insbesondere seit Apple seine AirPods Pro 2 mit Hörhilfefunktion anbietet. Doch was halten Fachexperten von diesen Produkten? Was müssen schwerhörige Verbraucher beachten? Und inwieweit bestehen hier offene Fragen, über die gegebenenfalls sogar Gerichte entscheiden müssen? – Um möglichst vielen Interessierten fundierte Antworten zu bieten, lädt der Deutsche Hörverband e. V. (DHV) am 28. April ab 19:30 Uhr zu einem weiteren „DHV Online-Dialog“ ein. Zu Gast beim beliebten Online-Format ist diesmal Jakob Stephan Baschab, Hauptgeschäftsführer der Bundesinnung der Hörakustiker KdöR (biha). Interessierte können sich gerne unter
Bild: Jakob Stephan Baschab, Hauptgeschäftsführer der Bundesinnung der Hörakustiker KdöR (biha), (Foto: biha)
Weiterlesen: Anschaffung von Hörgeräten ohne Facharzt und Hörakustiker?
35 Jahre Hesselbach: Ein Rückblick auf das 5. Schwerter Hörforum
Am Sonntag, dem 30. März 2025, fand in der historischen Rohrmeisterei in Schwerte ein besonderes Ereignis statt: Die Fa. Hesselbach feierte ihren 35. Firmengeburtstag und rief zum 5. Schwerter Hörforum auf. Die Rohrmeisterei, ein Kulturzentrum mit Restaurant, ist eine gemeinnützige Stiftung bürgerlichen Rechts und seit 1890 ein fester Bestandteil der Stadt. Mit ihrem roten Backstein und ihrer reichen Geschichte bildet sie ein denkmalgeschütztes Juwel in Schwerte.
Die ehemalige Pumpstation bot einen würdigen Rahmen für die Präsentation hochmoderner Technik, die sich harmonisch in die alte Gebäudehülle und die neuen Einbauten aus Stahl, Glas und Sichtbeton einfügte. Die Kombination aus historischer Architektur und modernster Technologie schuf eine einzigartige Atmosphäre, die die Besucher in ihren Bann zog.
Bild: Gruppenbild der Hesselbach-Mitarbeiter auf der Bühne der Rohrmeisterei Foto: Peter Hölterhoff
- 10 Jahre Warten:
- Ziel erreicht - Alle Hände hoch
- „Hören ist Lebensqualität – schützen wir es!"
- „Bekanntmachen wie einen Herzschrittmacher“
- „Aus der Stille in den Klang“
- Wenn aus Mitschülern Feinde werden
- Die digitale Revolution im Gesundheitswesen – für alle?
- Zusammenspiel von Diabetes und Hörverlust
- Ein CI-Simulator für den CIV NRW
- Ehrenamtliches Engagement
