MHH-Forscher belegen Zusammenspiel von Sinnen und Kognition
Angeborene Gehörlosigkeit führt zu Anpassungen von kognitiven Funktionen und fordert eine individualisierte Therapie / Veröffentlichung in „Lancet Neurology“
Die Frage der Beziehung zwischen Sinnes-Erfahrungen und kognitiven Fähigkeiten ist so alt wie die Philosophie. Dynamik bekommt diese Diskussion nun durch neueste Forschungsergebnisse aus der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). Ausgangspunkt war die Tatsache, dass durch die Versorgung von gehörlosen Kindern mit Innenohrprothesen (Cochlea-Implantaten) ein Hördefizit zwar kompensiert werden kann, aber fast ein Drittel der Kinder erreicht trotz früher Versorgung nicht die Erwartungen der Kliniker hinsichtlich ihres Erwerbs an Sprachverständnis.
Hörverlust in der Kindheit hat auch nicht-auditive Konsequenzen
