Wie kann Lehre an Hochschulen digital barrierefrei werden? Die Plattform des Forschungsprojekts "Shuffle" bietet dazu Informationen und Tools an
Gabriel ist darauf angewiesen, das Skript einer Vorlesung frühzeitig zu erhalten. So kann er die Unterlagen während der Stunde auf seinem Laptop mit angepasster Schriftgröße verfolgen und verpasst keine Details - obwohl sein Gesichtsfeld durch einen Grünen Star stark verengt ist. Auch Hannah nutzt lieber Skripte, um Vorlesungen folgen zu können. Zusätzlich hilft ihr ein guter Blick auf das Mundbild der Dozent:innen enorm – sie lebt seit ihrer Geburt mit einer Hörbeeinträchtigung.
Bild: CI in Glaskugel, Steffi Kessels
„Barrierefreiheit ist kein Hexenwerk“
Fachtag „Prävention“
„Familie leben...
...mit chronischer Erkrankung oder Behinderung“
unter diesem Motto fand der Fachtag statt und der CIV NRW nahm daran teil. Marion Hölterhoff und Rolf Gödde betreuten den Infostand des CIV NRW.
Familie zu leben oder, präziser gesagt,
die Bedürfnisse aller Familienmitglieder zu vereinen, ist wie eine Jonglage mit vielen Bällen. Ist einer der Bälle eine chronische Erkrankung oder die Behinderung eines Kindes oder Elternteils, bedarf es eines hohen Maßes an Bewältigungsfähigkeiten bei gleichzeitiger erhöhter Verletzlichkeit. Passgenaue Angebote könnten zur Unterstützung der Familie beitragen, aber nicht immer sind Wege oder Möglichkeiten bekannt.
Von Herzen hören“
Veranstaltungshinweis: MED-EL Elterntraining – „Von Herzen hören“
Eltern von Kindern mit Hörschädigung haben oft besondere Herausforderungen zu meistern. Der neue Workshop „Von Herzen hören“ von MED-EL unterstützt sie dabei, eine tiefere Verbindung zu ihrem Kind einzugehen und sich selbst dabei nicht aus dem Blick zu verlieren. In Nürnberg (24.–25. April 2026) und Berlin (20.–21. November 2026) erhalten Eltern praxisnahe Anregungen zu Selbstwahrnehmung, Kommunikation und empathischer Begleitung im Familienalltag.
Neben fachlichem Input bietet das Training viel Raum für Austausch, Reflexion und konkrete Übungen. Im Mittelpunkt stehen Empathie, ein achtsamer Umgang mit sich und dem Kind sowie die Fähigkeit, klar und stärkend zu kommunizieren und Grenzen zu setzen. Eltern lernen, ihre eigenen Bedürfnisse besser wahrzunehmen und entwickeln so mehr Klarheit im Umgang mit ihrem Nachwuchs.
Der Flyer mit Hinweisen und Programm kann hier heruntergeladen werden >>>
Einladung zur Jahreshauptversammlung 2026 des CIV NRW e.V.
Der Vorstand lädt ordnungsgemäß zur Jahreshauptversammlung / Mitgliederversammlung des Cochlea Implantat Verband Nordrhein-Westfalen e.V am Samstag, 28.03.2026 ein. Gleichzeitig erfolgt die Einladung zur Jubiläumsfeier der Aktion CI-Kopf mit Bekanntgabe der Preisträger*In. Die Bekanntgabe findet im Rahmen der JHV statt.
Liebe Mitglieder, Freunde und Förderer,
wieder ist ein ereignisreiches Jahr vergangen und ich lade Sie herzlich zur turnusmäßigen Jahreshauptversammlung (JHV) ein, in der wir Sie über unsere Arbeit informieren.
Marion Hölterhoff, Vorsitzende
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Stellungnahme zum vorgelegten Referentenentwurf zur Änderung des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz).
Sehr geehrte Damen und Herren,
der Cochlea Implantat Verband NRW e.V. nimmt hiermit als Interessensverband von Kindern mit Hörbehinderung, insbesondere Kindern mit Cochlea-Implantaten (CI-Träger), deren Eltern und Fachleuten Stellung zum vorgelegten Referentenentwurf zur Änderung des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz).
Wir begrüßen die grundsätzliche Zielsetzung der Reform, das System der Kindertagesbetreuung zu stabilisieren und die Qualität sowie Verlässlichkeit des Betreuungsangebots zu erhöhen. Besonders positiv würdigen wir die verstärkte Ausbildungsoffensive und die Fokussierung auf Sprachbildung in Kindertageseinrichtungen.
Der vorliegende Entwurf fokussiert sich auf Defizite in der Sprachbildung, die durch fehlende Sprachbildung durch Deutsch als Zweitsprache entstehen. Das Gesetz sollte aber berücksichtigen, dass auch behinderungsbedingte sprachliche Defizite untrennbar mit der sprachlichen Bildung verwoben sind. Das „Abwälzen“ des behinderungsspezifischen Mehrbedarfs auf die Eingliederungshilfe wälzt das Problem ab auf die Fähigkeiten und Hartnäckigkeit der Erziehungsberechtigten, solche Hilfen zu beantragen und durchzusetzen. Insbesondere weist der vorliegende Entwurf erhebliche Lücken bezüglich der Bedarfe von Kindern mit Hörbehinderung auf, insbesondere Cochlea-Implantat-Träger*innen (CI-Träger). Diese Stellungnahme dokumentiert sieben kritische Schwachstellen und unterbreitet dazu konkrete Verbesserungsvorschläge.
Unsere komplette Stellungnahme können Sie hier als PDF-File herunterladen >>>










