„Familie leben...
...mit chronischer Erkrankung oder Behinderung“
unter diesem Motto fand der Fachtag statt und der CIV NRW nahm daran teil. Marion Hölterhoff und Rolf Gödde betreuten den Infostand des CIV NRW.
Familie zu leben oder, präziser gesagt,
die Bedürfnisse aller Familienmitglieder zu vereinen, ist wie eine Jonglage mit vielen Bällen. Ist einer der Bälle eine chronische Erkrankung oder die Behinderung eines Kindes oder Elternteils, bedarf es eines hohen Maßes an Bewältigungsfähigkeiten bei gleichzeitiger erhöhter Verletzlichkeit. Passgenaue Angebote könnten zur Unterstützung der Familie beitragen, aber nicht immer sind Wege oder Möglichkeiten bekannt.
Fachtag „Prävention“
Von Herzen hören“
Veranstaltungshinweis: MED-EL Elterntraining – „Von Herzen hören“
Eltern von Kindern mit Hörschädigung haben oft besondere Herausforderungen zu meistern. Der neue Workshop „Von Herzen hören“ von MED-EL unterstützt sie dabei, eine tiefere Verbindung zu ihrem Kind einzugehen und sich selbst dabei nicht aus dem Blick zu verlieren. In Nürnberg (24.–25. April 2026) und Berlin (20.–21. November 2026) erhalten Eltern praxisnahe Anregungen zu Selbstwahrnehmung, Kommunikation und empathischer Begleitung im Familienalltag.
Neben fachlichem Input bietet das Training viel Raum für Austausch, Reflexion und konkrete Übungen. Im Mittelpunkt stehen Empathie, ein achtsamer Umgang mit sich und dem Kind sowie die Fähigkeit, klar und stärkend zu kommunizieren und Grenzen zu setzen. Eltern lernen, ihre eigenen Bedürfnisse besser wahrzunehmen und entwickeln so mehr Klarheit im Umgang mit ihrem Nachwuchs.
Der Flyer mit Hinweisen und Programm kann hier heruntergeladen werden >>>
Queen Elizabeth Prize for Engineering 2026
Cochlea-Implantat-Pioniere und MED-EL-Gründer Ingeborg und Erwin Hochmair mit dem Queen Elizabeth Prize for Engineering 2026 ausgezeichnet
• Eine der weltweit renommiertesten Auszeichnungen für herausragende Ingenieurleistungen würdigt lebensverändernde medizintechnische Innovation
• Der Preis wird 2026 für die Entwicklung des Cochlea-Implantats verliehen, das hunderttausenden Menschen weltweit das Hören ermöglicht
• Würdigung für jahrzehntelange Innovationen in der Medizintechnik
3. Februar 2026 - Innsbruck: Der heutige Tag erfüllt MED-EL mit Stolz. Die Unternehmensgründer Ingeborg und Erwin Hochmair wurden gemeinsam mit anderen herausragenden Persönlichkeiten mit dem Queen Elizabeth Prize for Engineering 2026 ausgezeichnet, einem der weltweit wichtigsten Preise für lebensverändernde technologische Errungenschaften.
Bild: Ingeborg und Erwin Hochmair, Foto: MED-EL Germany | Veronika Bliem
Stellungnahme zum Referentenentwurf des 18. Schulrechtsänderungsgesetzes
Sehr geehrte Damen und Herren,
der Cochlea Implantat Verband NRW e.V. nimmt als Interessensverband von Kindern mit Hörbehinderung, insbesondere Kindern mit Cochlea-Implantaten, deren Eltern und Fachleuten Stellung zum Referentenentwurf des 18. Schulrechtsänderungsgesetzes (18. SchRÄndG).
Wir begrüßen die grundsätzliche Zielsetzung der Reform, Sprachkompetenz als Schlüsselressource für den schulischen Erfolg frühzeitig zu fördern und Bildungsungleichheiten vor dem Schulstart zu reduzieren. Besonders positiv würdigen wir die Einführung verpflichtender schulischer Vorkurse (ABC-Klassen) sowie die Prognosemöglichkeit einer verlängerten Schuleingangsphase. Diese sind wichtige Schritte zu mehr Chancengerechtigkeit.
Dennoch weist der Entwurf fundamentale Lücken bei der Berücksichtigung von Kindern mit Hörbehinderung auf: Deren Bedarfe sind nicht mit „nicht behinderungsbedingten Sprachverzögerungen“ gleichzusetzen, sondern Ausdruck einer Kommunikationsbehinderung, die spezialisierte audiologische Nachsorge, Hörtraining und angepasste Methoden erfordert.
Die komplette Stellungnahme können Sie hier herunterladen >>>
Einladung zur Jahreshauptversammlung 2026 des CIV NRW e.V.
Der Vorstand lädt ordnungsgemäß zur Jahreshauptversammlung / Mitgliederversammlung des Cochlea Implantat Verband Nordrhein-Westfalen e.V am Samstag, 28.03.2026 ein. Gleichzeitig erfolgt die Einladung zur Jubiläumsfeier der Aktion CI-Kopf mit Bekanntgabe der Preisträger*In. Die Bekanntgabe findet im Rahmen der JHV statt.
Liebe Mitglieder, Freunde und Förderer,
wieder ist ein ereignisreiches Jahr vergangen und ich lade Sie herzlich zur turnusmäßigen Jahreshauptversammlung (JHV) ein, in der wir Sie über unsere Arbeit informieren.
Marion Hölterhoff, Vorsitzende
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125 Jahre Schwerhörigenbewegung in Deutschland:
Einander begegnen, sich austauschen und gegenseitig unterstützen, sich gemeinsam für optimale Versorgung und Teilhabe engagieren – all das gehört zur Schwerhörigen-Selbsthilfe, deren Beginn sich 2026 zum 125. Male jährt.
Der Beginn der Schwerhörigenbewegung in Deutschland war ein Gottesdienst: Zu diesem trafen sich am 26. Mai 1901 zwölf Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie ein Pastor in der Wohnung Margarethe von Witzlebens (1853-1917) in der Tieckstraße 17 in Berlin. Drei Jahre später zählten bereits 157 Personen zum Witzleben-Kreis. Auf Initiative Margarethe von Witzlebens kamen erstmals schwerhörige und ertaubte Menschen zusammen, um die eigene, schwierige Lebenssituation selbsttätig zu verbessern – durch Teilhabe am Gottesdienst und den damit verbundenen seelischen Beistand sowie durch vielfältige gegenseitige Unterstützung im Alltag. In den Folgejahren entstanden in zahlreichen weiteren deutschen Städten örtliche Strukturen der Selbsthilfe sowie ein erster bundesweiter Verband.
Bild: 125 Jahre Schwerhörigenbewegung in Deutschland – bei den Gottesdiensten, die Margarethe von Witzleben ab 1901 initiierte, kamen erstmals schwerhörige und ertaubte Menschen zusammen, um die eigene Lebenssituation selbsttätig zu verbessern (Foto: Witzlebenstiftung)
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Stellungnahme zum vorgelegten Referentenentwurf zur Änderung des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz).
Sehr geehrte Damen und Herren,
der Cochlea Implantat Verband NRW e.V. nimmt hiermit als Interessensverband von Kindern mit Hörbehinderung, insbesondere Kindern mit Cochlea-Implantaten (CI-Träger), deren Eltern und Fachleuten Stellung zum vorgelegten Referentenentwurf zur Änderung des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz).
Wir begrüßen die grundsätzliche Zielsetzung der Reform, das System der Kindertagesbetreuung zu stabilisieren und die Qualität sowie Verlässlichkeit des Betreuungsangebots zu erhöhen. Besonders positiv würdigen wir die verstärkte Ausbildungsoffensive und die Fokussierung auf Sprachbildung in Kindertageseinrichtungen.
Der vorliegende Entwurf fokussiert sich auf Defizite in der Sprachbildung, die durch fehlende Sprachbildung durch Deutsch als Zweitsprache entstehen. Das Gesetz sollte aber berücksichtigen, dass auch behinderungsbedingte sprachliche Defizite untrennbar mit der sprachlichen Bildung verwoben sind. Das „Abwälzen“ des behinderungsspezifischen Mehrbedarfs auf die Eingliederungshilfe wälzt das Problem ab auf die Fähigkeiten und Hartnäckigkeit der Erziehungsberechtigten, solche Hilfen zu beantragen und durchzusetzen. Insbesondere weist der vorliegende Entwurf erhebliche Lücken bezüglich der Bedarfe von Kindern mit Hörbehinderung auf, insbesondere Cochlea-Implantat-Träger*innen (CI-Träger). Diese Stellungnahme dokumentiert sieben kritische Schwachstellen und unterbreitet dazu konkrete Verbesserungsvorschläge.
Unsere komplette Stellungnahme können Sie hier als PDF-File herunterladen >>>
Stiftung Kindergesundheit
Junge Patientinnen und Patienten werden zu selten in Behandlungsentscheidungen einbezogenKinder und Jugendliche in Deutschland haben zwar formal das Recht, an medizinischen Entscheidungen mitzuwirken, doch dieses wird bislang nicht ausreichend verwirklicht: Wie der Kindergesundheitsbericht 2025 der Stiftung Kindergesundheit zeigt, werden junge Patientinnen und Patienten im Gesundheitsalltag häufig nicht ausreichend beteiligt. Eine repräsentative forsa-Umfrage im Auftrag der Stiftung belegt, dass Partizipation zwar gewünscht ist, aber in der Praxis teilweise scheitert – etwa an Zeitmangel, unklaren Prozessen oder fehlender Aufklärung. Die Stiftung fordert daher konsequente Maßnahmen, um die Mitbestimmung von Kindern und Jugendlichen zu stärken.
Optimale Sprachverständlichkeit und personalisierter Klang
In Film-, Fernseh-, Streaming- oder Live-Produktionen ist die Gewährleistung einer guten Sprachverständlichkeit eine der größten Herausforderungen für professionelle Tonschaffende. Vom Fraunhofer IDMT in Oldenburg entwickelte Algorithmen analysieren die Höranstrengung in Echtzeit und geben Anpassungsempfehlungen. Darüber hinaus ermöglicht der digitale Assistent »YourSound« Nutzenden von Audiogeräten und Infotainmentsystemen, den Klang spielerisch an ihre persönlichen Vorlieben anzupassen. Zusätzlich bringt das Fraunhofer IDMT AES67 auf DSP-Hardware für Audio over IP
Unklare Dialoge in einer Fernsehserie, zu laute Hintergrundmusik in Reality-TV-Sendungen oder ein Sportinterview, das von Jubelrufen des Publikums überlagert wird, können das Medienerlebnis für die Zuschauenden beeinträchtigen. Bei der Medienproduktion werden technische Messgeräte eingesetzt, um Pegel und Lautstärke zu überprüfen. Eine objektive Messung der Sprachverständlichkeit muss noch etabliert werden.
Bild: gr8effect, Pixabay
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Förderung der sprachlichen Entwicklung in der frühen Kindheit
Neue Expertise gibt Handlungsempfehlungen für die Erfassung und Förderung der sprachlichen Entwicklung in der frühen Kindheit
Die sprachliche Entwicklung von Kindern zu verbessern, ist der aktuellen Bundesregierung ein Anliegen. So steht es im Koalitionsvertrag und Bundesministerin Karin Prien hatte bereits mehrfach angekündigt, entsprechende Maßnahmen und geeignete Verfahren mit den Ländern abzustimmen. In einer heute vom Paritätischen Gesamtverband veröffentlichten Expertise legt ein interdisziplinären Wissenschaftsteam aus Pädagogik, Logopädie und Sprachwissenschaft nun konkrete Empfehlungen vor. Zentraler Ausgangspunkt: Die sprachliche Entwicklung muss im pädagogischen Alltag „kontextsensitiv und kontinuierlich” beobachtet werden, um daraus passgenaue Fördermaßnahmen ableiten zu können.
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