Zweijähriges Kind erhält zweites Hirnstammimplantat
An der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) ist ein außergewöhnlicher Schritt gelungen: Ein zweijähriges Mädchen hat an der Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde ein zweites Auditory Brainstem Implant (ABI) erhalten. Damit trägt das Kind nun beidseits Hirnstammimplantate – eine Versorgung, die weltweit selbst bei Erwachsenen nur äußerst selten durchgeführt wird.
Das Kind wurde ohne Hörnerven geboren. Für Kinder mit einer beidseitigen Hörnervenaplasie können Geräusche und Sprache nicht auf dem üblichen Weg an das Gehirn weitergeleitet werden. Cochlea-Implantate, die einen intakten Hörnerv benötigen, kommen in diesen Fällen nicht infrage. „Für diese Kinder stellt ein ABI häufig die einzige Chance dar, Höreindrücke wahrzunehmen und Sprache zu entwickeln“, erläutert HNO-Klinikdirektorin Prof. Dr. Anke Leichtle.
Bild: Erfolgreiches OP-Team: Prof. Dr. Rolf Salcher, Prof. Dr. Anke Leichtle und Prof. Dr. Thomas Lenarz , Copyright: Daniela Beyer/MHH
Weltweit seltener Eingriff gelungen
Information zum Thema Vorsorgevollmacht
Viele Menschen schieben dieses Thema gerne auf.
Dabei ist es sinnvoll, sich frühzeitig damit zu beschäftigen und festzulegen, wer im Ernstfall Entscheidungen für einen treffen darf. Eine Vorsorgevollmacht gibt Sicherheit – sowohl für Sie selbst als auch für Ihre Angehörigen.
Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz hat eine Broschüre in Leichter Sprache erstellt. Darin wird verständlich erklärt:
• was eine Vorsorgevollmacht ist,
• warum sie wichtig ist,
• welche Inhalte sie haben sollte und
• worauf Sie beim Ausfüllen achten sollten.
Gerade weil das Thema oft als kompliziert empfunden wird, finden wir diese leicht verständliche Erklärung besonders hilfreich und möchten sie deshalb gerne mit Ihnen teilen.
Menschen mit Behinderung sind kein Einsparpotenzial:
Deutscher Hörverband (DHV): Sparpolitik darf nicht das Recht auf gesellschaftliche Teilhabe kosten
Deutschland muss sparen. Doch wenn die Sparpolitik die Rechte von Menschen mit Hörbeeinträchtigung oder anderen Behinderungen beschneiden soll, ist das absolut inakzeptabel. Das betont der Deutsche Hörverband (DHV) angesichts laufender Debatten: Wenn Politiker und Politikerinnen den Eindruck vermitteln, man könne das Menschenrecht auf Teilhabe von Menschen mit Behinderung von einem Kostenfaktor abhängig machen, dann stellen sie damit Grundlagen des demokratischen Miteinanders in Frage. Im Zuge dessen verweist der DHV einmal mehr auf den Forderungskatalog an die Bundespolitik, den der Verband gemeinsam mit seinen Mitgliedern aus den Selbsthilfeverbänden Deutsche Cochlea-Implantat Gesellschaft e. V. (DCIG) und Deutscher Schwerhörigenbund e. V. (DSB) im vergangenen Jahr präsentierte.
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Für Sie getestet: Live-Untertitel
Unsere Freunde aus der Schweiz haben Live-Untertitel getestet. Hier ist das Resultat.
Für Sie getestet: Live-Untertitel – Wie gut sind sie wirklich?
Wir haben für Sie insgesamt zehn moderne Untertitel Tools in unserem Büro bei optimalen akustischen Bedingungen getestet und sie haben bestens funktioniert. Im Alltag einer schwerhörigen Person sieht die Situation jedoch anders aus.
Von Menschen geschriebene Untertitel sind mittlerweile weit verbreitet. Etwa bei den Programmen der SRG oder an öffentlichen Anlässen. Wie schön wäre es, wenn man Untertitel auch im Alltag, bei Gesprächen, im Büro oder im Studium automatisch anzeigen lassen könnte? Die gute Nachricht: Es gibt heute bereits diverse Tools und Apps, die genau dies machen.
Grillduft über Wuppertal
Ein gut besuchtes Sommerfest
Die Klinik für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie des Cellitinnen-Krankenhauses St. Petrus in Wuppertal veranstaltete am 01.07.2026 ihr alljährliches Sommerfest. Die Veranstaltung fand in der Cafeteria statt, das große Grillbuffet im Gartenbereich. Das Bergische Hörzentrum Wuppertal (BHZW) hat sich auf die Behandlung von Hörstörungen aller Art bei Kindern und Erwachsenen spezialisiert.
Gastgeber der Veranstaltung war Prof. Dr. Götz Lehnerdt, Chefarzt des Bergische Hörzentrums. Er wurde tatkräftig durch Oberärztin Dr. Mira Finkensieper unterstützt. Mit dabei waren CI Hersteller mit ihren Infoständen und CI-Selbsthilfegruppen aus Wuppertal und dem Umland, die für Beratung und Kontakt zur Verfügung standen.
Der CIV NRW war mit Marion und Peter Hölterhoff vertreten. Marion Hölterhoff, Vorsitzende des CIV NRW war im Vorfeld von Prof. Dr. Götz Lehnerdt um einen Vortrag zur Selbsthilfe gebeten worden. Peter Hölterhoff, Chefredakteur der Verbandszeitschrift CIV NRW News, machte Fotos für die Medien des Verbandes. Mehr Bilder >>>
Barrierefreie Praxis: Kleine Schritte, große Wirkung
In Nordrhein-Westfalen leben rund 1,8 Millionen Menschen mit einer Schwerbehinderung – das ist etwa jede neunte Person.
Für sie ist ein barrierefreier Zugang zur medizinischen Versorgung besonders wichtig. Aber auch für ältere Menschen, Eltern mit Kinderwagen oder Menschen mit vorübergehenden Einschränkungen macht Barrierefreiheit einen echten Unterschied.
Die gute Nachricht für Ärztinnen und Ärzte: Oft sind es kleine, kostengünstige Maßnahmen, die eine Praxis schon deutlich zugänglicher machen. Auf der neu gestalteten Webseite der KV Nordrhein finden Sie dazu Informationen und praktische Tipps.
Sichtbar in der 116117-Arztsuche
Wenn Praxen bereits Barrieren abgebaut haben, können sie dies ganz einfach sichtbar machen: Einen Fragebogen im KV-Portal ausfüllen, dann erscheinen die Angaben in der bundesweiten Arztsuche der 116117 und der Kassenärztlichen Vereinigungen. Patienten können eine passende Praxis so schneller finden.
Bild: Pixabay, sarcifilippo
Weitere Informationen zur barrierefreien Praxis https://www.kvno.de/praxis/praxismanagement/barrierefreie-praxis
Hörtests bei Neugeborenen
G-BA verbessert das Früherkennungsangebot
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat seine Vorgaben für das Neugeborenen-Hörscreening angepasst – in Hinblick auf den Algorithmus der Testverfahren, die Anzahl von Testversuchen bei der Erstuntersuchung und die Kontrolluntersuchung. Ziel ist es, die Qualität der Früherkennung auf angeborene Hörstörungen zu verbessern. Die Anpassungen beruhen auf Erkenntnissen aus systematischen Evaluationen der derzeitigen Abläufe sowie auf aktuellen internationalen Empfehlungen. Die Änderungen werden voraussichtlich ab Ende Juli 2026 greifen.
Bild: Pixabay, Jelly
Image-Broschüre des CIV NRW

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In Zusammenarbeit mit der Firma Five-T Communication GmbH entstand unsere Image-Broschüre.
Die Broschür gibt es als Printversion, als PDF-File und als interaktive Version. Hier Interaktiv >>>
Die Broschüre vermittelt einen Eindruck über unsere vielfältigen Aktivitäten.










